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Gedenken an den Heiligen Fürsten Volodymyr den Großen in Belgien

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Die ukrainische orthodoxe St.-Michael-Gemeinde in der ostbelgischen Stadt Genk hat am Sonntag, dem 27. September 2015, des 1000. Todestags des Heiligen Volodymyr des Großen gedacht.

Die Heilige Göttliche Liturgie zelebrierte Mitrofor-Erzpriester Vitalij Derewianka, Gemeindepfarrer der St.-Michael-Kirche.

Nach der Liturgie versammelten sich die Gläubigen am Denkmal des Fürsten Volodymyr, das vor der Kirche steht. Es wurde von einem belgischen Bildhauer geschaffen und der Gemeinde gestiftet.

Mit der Niederlegung von Blumen am Denkmal für den Kiewer Großfürsten Volodymyr ehrte der Geschäftsträger a. i. der Botschaft der Ukraine im Königreich Belgien, Andriy Kuzmenko, das Andenken an den Täufer des ukrainischen Volkes.

Zu den Feierlichkeiten kamen Gläubige auch aus anderen Regionen Belgiens sowie aus den Niederlanden und Deutschland, darunter auch aus unserer Gemeinde in Düsseldorf.

Von einer Baracke zu einem Kirchenbau

Die Gründer der Gemeinde waren Arbeiter mit Familien, die im April 1947 mit einem Eisenbahntransport aus dem Lager Cornberg in der amerikanischen Besatzungszone im Nachkriegsdeutschland in die belgische Provinz Limburg gebracht wurden. Sie wurden in der Bergarbeiter-Siedlung im Bezirk Zwartberg der Stadt Genk angesiedelt und arbeiteten in den Kohlegruben. Sie waren sich ihres orthodoxen Glaubens bewusst und gingen gleich daran, ihr Gemeindeleben zu organisieren. In einer ihnen zugeteilten Baracke richteten sie eine Kirche ein, in der Gottesdienste abgehalten wurden. Die Zeit verging und die Baracke begann allmählich zu verfallen. So entstand der Plan für den Bau einer neuen Kirche, dessen Initiatorin und treibende Kraft Frau Frida Derewianka, die Ehegattin des Priesters Vitalij Derewianka war.

       

Der Plan für den Kirchenbau wurde von den Bischöfen auf dem Konzil im September 1978 in London gebilligt und unter das Zeichen des Millenniums der Christianisierung der Rus’-Ukraine im Jahr 1988 gestellt. Aus Spenden der ukrainischen Gemeinschaft in der Freien Welt, mit dem Einsatz eigener Gemeindemitglieder, mit der Unterstützung der Gläubigen anderer Konfessionen und der belgischen Behörden vor Ort wurden Kirche und Gemeindezentrum vollendet und am 24. August 1986 feierlich geweiht und unter den Schutz des Heiligen Erzengels und Archistrategen Michael gestellt.

Die St. Michael-Kirche in Genk ist ein Ausdruck der Verbundenheit der Ukrainer in der Diaspora mit ihrer Heimat. Sie ist das einzige im ukrainischen Stil gebaute Gotteshaus der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in Westeuropa.

Bei der Kirche wurde im Jahr 2003  ein Denkmal für die Opfer des Holodomor, der künstlich vom Stalin-Regime gegen das ukrainische Volk verursachten Hungersnot, aufgestellt.

Für viele Ukrainer ist die Gemeinde das Zentrum ihres geistigen und kulturellen Lebens. Seit den 1990er Jahren wächst die Gemeinde durch Neuankömmlinge aus der Ukraine.

Nach dem Gottesdienst können die Kirchenbesucher Freunde treffen und Landsleute kennenlernen. Bei der Kirche besteht eine Sonntagsschule für Kinder.

Adresse der Kirche:
Oekraïens-Orthodoxe Kerk
Hulshagenstraat z/n
3600 Genk, Belgien